Beos: Pfiffig getäuscht

Die Heimat der Beos ist Asien, etwa Ost- und Hinterindien, das Himalaya-Gebiet, Borneo oder die kleinen Sunda-Inseln. In den dortigen Regenwäldern leben sie jeweils mit einem Partner oder in kleinen Familiengruppen. Auch in der botanika lebt ein Beo-Pärchen, das mal in seinem Gehege am Fuße unsere Mount Kinabalu zu finden ist, zeitweise aber auch den gesamten Ausstellungsbereich Borneo als Freiflughalle nutzen kann.

Beos sind ausgesprochen neugierig und ihre ganz besondere Fähigkeit ist ihr außergewöhnliches Stimmtalent: Sie können Geräusche oder menschliche Sprache täuschend ähnlich nachahmen. Unsere Beos sind diesbezüglich jedoch noch ein wenig zurückhaltend.

Stimme für den Arterhalt

Gerade ihre Stimmkunst ist dieser Art aber auch gefährlich geworden. Denn sie hat ihn zu einem begehrten Haustier gemacht. Zwar gilt der Beo laut der Roten Liste weltweit als nicht gefährdet. Doch damit die Bestände in der Natur nicht aus wirtschaftlichem Interesse weiter dezimiert werden, wird der Beo im Washingtoner Artenschutzübereinkommen erwähnt. Hiernach darf der Handel dieser Art nur unter strengen Auflagen erfolgen.

Singfreudige Gäste

Rotkelchen, Meisen, Zaunkönige – alle diese kleinen Zwitscherer sind regelmäßig Gast in der botanika. Eigentlich leben sie draußen im Rhododendron-Park. Doch durch Lüftungsklappen und Spalten gelangen die kleinen Vögel in den Japanischen Garten. Sehr zum Vergnügen unserer Besucher: Manchmal zum Beispiel singen sie mit, wenn andere Musiker spielen. Dann tönt es mal akkurat passend zu Akkord und Takt und mal dagegen – Musiker und Zuhörer amüsiert es in jedem Fall.