Botanischer Garten

Pflanzen aus aller Welt

Der Erste in der Stadt

Mitten im Rhododendron-Park liegt eine weitere Attraktion: der Botanische Garten. Der Kaufmann und Mäzen Franz Schütte hatte ihn 1905 gestiftet, der Bremer Botaniker Georg Bitter und der Schweizer Gärtner Ernst Nußbaumer legten ihn an – als erste systematische botanische Sammlung der Hansestadt. Die Grundidee war und ist bis heute, den Bremern Pflanzen aus aller Welt nahezubringen und deren Bestand – auch durch den Austausch mit anderen botanischen Gärten – zu sichern.

Zunächst lag dieser Erholungs- und Lehrgarten noch im Stadtteil Hastedt nahe der Weser. Die Besucher flanierten zwischen heimisch-norddeutscher Flora aus Moor, Heide, Dünen und Watt. Zudem waren Gewächse aus dem Orient, Mexiko oder dem Kaukasus zu sehen. Angewachsen auf rund 4.000 Pflanzen zog das grüne Kleinod dann 1937 hierher in den Rhododendron-Park um.

Schönheiten aus dem Gebirge

Bewundern Sie auf den heute 3,2 Hektar Fläche zum Beispiel auch Rhododendron-Arten, die die Höhe lieben: Das Alpinum ist terrassenförmig gestaltet – wie eine natürliche Berglandschaft. Hier fühlen sich Arten aus den europäischen Alpen genauso wohl wie Rhododendron aus den Hochlagen des Himalayas oder aus den Gebirgen in China und Japan.

Farbenzauber im Steingarten

An das Alpinum schließt sich der Rhododendron-Steingarten an. Erleben Sie dort ein wahres Farbenwunder: Zur Hauptblütezeit von Ende April bis Mitte Mai erstrahlt der kleine Garten in den Gelb- und Violettnuancen der alpinen Rhododendron und im leuchtenden Rot der Repens-Rhododendron.

Hiesige und heilende Schätze

Neben den verschiedensten Rhododendron-Raritäten gibt es im Botanischen Garten in Bremen noch weitere Besonderheiten: etwa das Revier Einheimische Flora, wo fast 800 in Bremen und Niedersachsen vorkommender Pflanzenarten wachsen, und das Heilpflanzenrevier mit über 400 Arzneipflanzen – eine der umfangreichsten Sammlungen dieser Art in Deutschland. Zudem können Sie in der Biologischen Abteilung entdecken, welche unterschiedlichen Weisen Pflanzen nutzen, um zu überleben. Und die Schattenpflanzen zeigen, dass dunklere Ecken ebenfalls reich begrünt sein können.